Technische Dokumentation - ISB

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Translation Memory System

Verschiedenes

 

Translation Memory Systeme

Exporteure wissen: Übersetzungen machen einen Großteil der Kosten der technischen Dokumentation aus. Das ist u.a. bedingt durch die neue Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, die zur Übersetzung von Betriebsanleitungen zusammengefasst folgendes aussagt:

Jeder Maschinenbauer, der sein Produkt in einen EU-Staat exportiert, muss eine Dokumentation in der Sprache des Staates beilegen.

Bei Übersetzungen von technischen Dokumentationen, wie z.B. Betriebsanleitungen, Bedienungsanleitungen, Installationsanleitungen oder Serviceanleitungen werden in den letzten Jahren verstärkt Translation-Memory-Systeme (auch TM-Systeme oder TMS genannt) eingesetzt.

Translation-Memory-Systeme zeichnen sich dadurch aus, dass bereits vorhandene Übersetzungen wiederverwendet werden und nicht noch einmal neu übersetzt werden müssen. Dieses bedeutet für den Auftraggeber sowohl eine Kostenersparnis als auch eine Arbeitserleichterung und Beschleunigung bei den Übersetzungen.

Bei der Umsetzung gibt es zwei verschiedene Philosophien. Die erste Gruppe, wie z.B. die TM-Systeme Trados oder across, arbeitet mit einer Datenbank. Vorteil hierbei ist, dass nachträgliche Änderungen und Korrekturen sofort in der gesamten Datenbank umgesetzt werden können.

Andere Systeme, wie z.B. das bei ISB eingesetzte Transit, arbeiten mit sogenannten Referenzdateien. Dabei werden von der übersetzten Ursprungsdatei eine Datei in der Ausgangssprache und eine zugehörige Datei in der Zielsprache abgelegt. Dieses macht es bei Überarbeitungen von Betriebsanleitungen leicht, gezielt ein bestimmtes Kapitel als Referenz für die neue Übersetzung auszuwählen.

Bei allen Translation-Memory-Systemen ist die generelle Funktionsweise gleich. Der Ausgangstext wird in sogenannte Segmente aufgeteilt. Diese bestehen entweder aus einem Satz oder einem Absatz. Nach der Übersetzung des Segments bilden der ausgangssprachliche und der zielsprachliche Satz ein Sprachpaar.

Erkennt das TM-System bei späteren Übersetzungen eine 100%ige Übereinstimmung zwischen dem zu übersetzenden und dem in der Datenbank abgespeicherten Segment, so wird der Text automatisch durch die vorhandene Übersetzung ersetzt. Beträgt die Übereinstimmung weniger als 100%, so werden dem Übersetzer in einem sogenannten Fuzzy-Index Übersetzungsvorschläge gemacht. Dadurch können geringfügige Änderungen, wie z.B. geänderte Bezeichnungen, schnell umgesetzt werden. Zusätzlich erhöht das die Qualität der Übersetzung, da auch die Terminologie wiederverwendet wird.

Die neu erzeugte Übersetzung vergrößert den Bestand der Datenbank, sodass sich der Einspareffekt bei jeder weiteren Übersetzung noch verstärkt.


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