CE-Info.

Technische Redaktion.

Keine Maschine ohne Risikobeurteilung.
 
Die EG-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG regelt den nationalen und internationalen Vertrieb von technischen Produkten. Danach gelten die technischen Unterlagen (und somit auch die Betriebsanleitung!) als Teil des jeweiligen Produkts. Fehler und unzureichende Informationen (wie eine fehlende Risikobeurteilung) werden als Produktmängel verstanden und können beanstandet werden.
 
Der Hersteller einer Maschine ist somit verpflichtet, eine Risikobeurteilung nach EN ISO 12100 (früher Gefahrenanalyse nach EN 1050) vorzunehmen, um alle mit seiner Maschine verbundenen Gefahren zu ermitteln. Er muss die Maschine dann unter Berücksichtigung seiner Analyse entwerfen und bauen.
 
Trotzdem wird häufig auf eine Risikobeurteilung verzichtet, da diese einerseits als kostenintensiv gilt und andererseits die Konstrukteure oftmals nicht genau wissen, wie eine Risikobeurteilung durchgeführt wird. Oder die Risikobeurteilung wird nicht selten erst am fertigen Produkt durchgeführt bzw. erst nach der Auslieferung auf Verlangen des Kunden erstellt, wodurch sie erst recht kostenintensiv wird und nicht zur konstruktiven Sicherheit des Produkts beiträgt.
 
Schon seit 1995 ist die Risikobeurteilung (damals noch Gefahrenanalyse nach EN 1050) eine der unabdingbaren Voraussetzungen für die CE-Kennzeichnung und EG-Konformitätserklärung bzw. Einbauerklärung.
 

 


Beispiel_Safexpert

Beispiel für eine Risikobe-urteilung mit Safexpert

In der Risikobeurteilung müssen Gefährdungen zunächst konstruktiv beseitigt werden, sofern diese frühzeitig erkannt werden. Häufig können dadurch teure Schutzeinrichtungen eingespart und die Handhabung der Maschine erleichtert werden. Bestehen an der Maschine noch erhebliche Restgefahren, die konstruktiv nicht beseitigt werden können, müssen diese durch zusätzliche Schutzeinrichtungen beseitigt werden. Auf verbleibende Restgefahren muss in der Betriebsanleitung in Form von Warnhinweisen und Hinweisen auf die Personalqualifikation und die zu tragende persönliche Schutzausrüstung aufmerksam gemacht werden.
 
Durch eine im Entwicklungsprozess durchgeführte Risikobeurteilung werden das Produkthaftungsrisiko reduziert und die damit verbundenen Folgekosten gesenkt. Bei Folgeprojekten ist eine einfachere und schnellere Risikobeurteilung möglich. Das Know-how bleibt auch bei Austritt von Mitarbeitern erhalten, da es gut dokumentiert wurde.

Auf Wunsch erstellen wir für Sie Ihre Risikobeurteilungen mit den Programmen MS Word, MS Excel oder Safexpert.

 

Der Inhalt dieser Webseite stellt keine Rechtsberatung dar und kann die rechtliche Beratung im Einzelfall nicht ersetzen.

 

 

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